Wahlarztordination
Dr. med. univ. Gregor Bauer
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie
Über mich
Dr. med. univ. Gregor Bauer
Geboren und aufgewachsen bin ich in Wien. Schon während des Studiums an der medizinischen Universität Wien, arbeitete ich in einer orthopädischen Praxis im ersten Wiener Gemeindebezirk, was meine Leidenschaft für die Orthopädie weckte. Nach dem Studium zog es mich 2018 mit meiner Frau nach Vorarlberg.
Die Facharztausbildung absolvierte ich am Landeskrankenhaus Feldkirch.
Neben einem breiten Wissen in der allgemeinen Orthopädie und Traumatologie, das ich in meiner Zeit am Schwerpunktkrankenhaus erwerben konnte, konzentrierte sich meine chirurgische Tätigkeit vor allem auf die Behandlung von Wirbelsäulenleiden.
Da etwa 9 von 10 PatientInnen mit Wirbelsäulenbeschwerden glücklicherweise keiner Operation bedürfen, habe ich bald begonnen, mich im Bereich der konservativen Behandlung von RückenschmerzpatientInnen intensiv fortzubilden.
Im spitalsärztlichen Alltag bleibt leider oft wenig Zeit für den einzelnen Patienten/ die einzelne Patientin sowie ein ausführliches Gespräch über die Erkrankung und mögliche Behandlungsoptionen, daher möchte ich diesen Raum in meiner Wahlarztordination schaffen. Ich möchte Ihnen Verständnis für Ihre Erkrankung vermitteln, Ihnen eine informierte Entscheidung ermöglich und gemeinsam mit Ihnen das für Sie bestmögliche Therapiekonzept entwickeln.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Wien. Schon während des Studiums an der medizinischen Universität Wien, arbeitete ich in einer orthopädischen Praxis im ersten Wiener Gemeindebezirk, was meine Leidenschaft für die Orthopädie weckte. Nach dem Studium zog es mich 2018 mit meiner heutigen Frau nach Vorarlberg.
Die Facharztausbildung absolvierte ich am Landeskrankenhaus Feldkirch.
Neben einem breiten Wissen in der allgemeinen Orthopädie und Traumatologie, das ich in meiner Zeit am Schwerpunktkrankenhaus erwerben konnte, konzentrierte sich meine chirurgische Tätigkeit vor allem auf die Behandlung von Wirbelsäulenleiden.
Da etwa 9 von 10 PatientInnen mit Wirbelsäulenbeschwerden glücklicherweise keiner Operation bedürfen, habe ich bald begonnen, mich im Bereich der konservativen Behandlung von RückenschmerzpatientInnen intensiv fortzubilden.
Im spitalsärztlichen Alltag bleibt leider oft wenig Zeit für den einzelnen Patienten/ die einzelne Patientin sowie ein ausführliches Gespräch über die Erkrankung und mögliche Behandlungsoptionen, daher möchte ich diesen Raum in meiner Wahlarztordination schaffen. Ich möchte Ihnen Verständnis für Ihre Erkrankung vermitteln, Ihnen eine informierte Entscheidung ermöglich und gemeinsam mit Ihnen das für sie bestmögliche Therapiekonzept entwickeln.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Wien. Schon während des Studiums an der medizinischen Universität Wien, arbeitete ich in einer orthopädischen Praxis im ersten Wiener Gemeindebezirk, was meine Leidenschaft für die Orthopädie weckte. Nach dem Studium zog es mich 2018 mit meiner Frau nach Vorarlberg.
Die Facharztausbildung absolvierte ich am Landeskrankenhaus Feldkirch.
Neben einem breiten Wissen in der allgemeinen Orthopädie und Traumatologie, das ich in meiner Zeit am Schwerpunktkrankenhaus erwerben konnte, konzentrierte sich meine chirurgische Tätigkeit vor allem auf die Behandlung von Wirbelsäulenleiden.
Da etwa 9 von 10 PatientInnen mit Wirbelsäulenbeschwerden glücklicherweise keiner Operation bedürfen, habe ich bald begonnen, mich im Bereich der konservativen Behandlung von RückenschmerzpatientInnen intensiv fortzubilden.
Im spitalsärztlichen Alltag bleibt leider oft wenig Zeit für den einzelnen Patienten/ die einzelne Patientin sowie ein ausführliches Gespräch über die Erkrankung und mögliche Behandlungsoptionen, daher möchte ich diesen Raum in meiner Wahlarztordination schaffen. Ich möchte Ihnen Verständnis für Ihre Erkrankung vermitteln, Ihnen eine informierte Entscheidung ermöglich und gemeinsam mit Ihnen das für Sie bestmögliche Therapiekonzept entwickeln.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Wien. Schon während des Studiums an der medizinischen Universität Wien, arbeitete ich in einer orthopädischen Praxis im ersten Wiener Gemeindebezirk, was meine Leidenschaft für die Orthopädie weckte. Nach dem Studium zog es mich 2018 mit meiner Frau nach Vorarlberg.
Die Facharztausbildung absolvierte ich am Landeskrankenhaus Feldkirch.
Neben einem breiten Wissen in der allgemeinen Orthopädie und Traumatologie, das ich in meiner Zeit am Schwerpunktkrankenhaus erwerben konnte, konzentrierte sich meine chirurgische Tätigkeit vor allem auf die Behandlung von Wirbelsäulenleiden.
Da etwa 9 von 10 PatientInnen mit Wirbelsäulenbeschwerden glücklicherweise keiner Operation bedürfen, habe ich bald begonnen, mich im Bereich der konservativen Behandlung von RückenschmerzpatientInnen intensiv fortzubilden.
Im spitalsärztlichen Alltag bleibt leider oft wenig Zeit für den einzelnen Patienten/ die einzelne Patientin sowie ein ausführliches Gespräch über die Erkrankung und mögliche Behandlungsoptionen, daher möchte ich diesen Raum in meiner Wahlarztordination schaffen. Ich möchte Ihnen Verständnis für Ihre Erkrankung vermitteln, Ihnen eine informierte Entscheidung ermöglich und gemeinsam mit Ihnen das für Sie bestmögliche Therapiekonzept entwickeln.
Team
Persönlich. Kompentent. Für Sie da.
Unser Team steht für Erfahrung, Menschlichkeit und höchste medizinische Qualität. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Anliegen und begleiten Sie individuell.
Verena
Assistentin
Beate
Assistentin
Unser Leistungsspektrum
In meiner Ordination kann ich mir Zeit für eine detaillierte Anamnese und ausführliche körperliche Untersuchung nehmen, die ich im Bedarfsfall durch weitere apparative Diagnostik ergänze, um im Anschluss das für Sie bestmögliche Therapiekonzept zu entwickeln. Hier biete ich diverse, auch röntgengezielte, Infiltrationstechniken, manualmedizinische Therapien, Stoßwellentherapie, Eigenbluttherapie, etc. an.
Durch meine langjährige, auch chirurgische, Tätigkeit sind mir sowohl Potential als auch Limitationen von chirurgischen Eingriffen bestens bekannt. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Operation stehe ich gerne beratend zur Seite und überweise Sie bei Notwendigkeit an die entsprechende Stelle.
Diagnostik
Die richtige und rasch gestellte Diagnose ist die Basis für eine zielgerichtete Therapie
- Ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung.
- Ultraschalluntersuchung
- Bedarfsweise Röntgen, MRT oder CT Untersuchungen über externe Radiologieinstitute
- Erstellung eines Therapieplanes
(röntgengezielte) Infiltrationen
Nervenwurzelinfiltration
Bei Bandscheibenvorfällen oder sonstigen Nervenbedrängungen kann eine Infiltration eine signifikante Linderung der Beschwerden bringen und die Regeneration unterstützen. Durch die Verwendung einer modernen Röntgenanlage kann diese punktgenau appliziert werden.
Epidurale Infiltration
Bei Engstellen des Spinalkanals kann eine solche die Beschwerden und Mobilität deutlich verbessern. Dank der Verwendung einer modernen Röntgenanlage kann ich die Infiltration unter Sicht vornehmen.
Facettengelenksinfiltration
Bei überlasteten und oder durch Abnützungserscheinungen belasteten kleinen Wirbelgelenken kann eine Facettengelenksinfiltration Linderung verschaffen. Durch die Verwendung einer modernen Röntgenanlage kann das Medikament zielgenau an den Ort der Schmerzentstehung eingebracht werden.
Gelenksinfiltrationen
Abhängig von der Beschwerdeursache kommen Infiltrationen mit PRP (platelet rich Plasma - Eigenblut), Hyaluronsäure, lokalem Betäubungsmittel oder auch Cortison zum Einsatz, um die Regeneration zu unterstützen und die Beschwerden zu lindern.
Triggerpunktinfiltration
Bei hartnäckigen, schmerzhaften Muskelverspannungen kann eine Infiltration in das betroffene Gewebe die lokale Durchblutung verbessern und so den Muskeltonus senken, um den Schmerz zu unterbrechen.
Manuelle Medizin
Die manuelle Medizin ist ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, das Funktionsstörungen des Bewegungsapparates mit gezielten Handgriffen behandelt. Sie kann die Beweglichkeit von Gelenken verbessern, löst Blockaden und lindert so Schmerzen.
Stoßwellentherapie
Die fokussierte Stoßwellentherapie (FSWT) ist ein nichtinvasives Verfahren zur Behandlung muskuloskelettaler Schmerzen. Präzise gebündelte, hochenergetische Schallwellen werden in die Tiefe gelenkt, um die Durchblutung zu fördern und Heilungsprozesse zu stimulieren. Typische Indikationen sind zum Beispiel schmerzhafter Fersensporn, Sehnenansatzproblematiken, Kalkschulter, Tennis- und Golferellenbogen sowie hartnäckige Triggerpunkte. Behandelt wird in mehreren Sitzungen.
Physikalische Anwendungen
Ergänzend zu anderen Therapieformen können physikalische Anwendungen wie Wärme, Elektrotherapie oder auch die Behandlung auf der Streckbank die Symptomatik verbessern.
Zweitmeinungen
Vor geplanten Operationen herrscht manchmal Unsicherheit bezüglich der Erfolgsaussichten, Notwendigkeit oder möglicher Alternativen. Ich berate Sie nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft und kläre Sie ausführlich über die vorliegenden Möglichkeiten auf.
Physiotherapie
Eine gute Physiotherapie ist häufig ein wichtiger Pfeiler für eine lang anhaltende Beschwerdefreiheit. Diesbezüglich arbeite ich mit einem breiten Netz an TherapeutInnen in der Umgebung zusammen.
Kankheitsbilder
Wirbelsäule
Schulter
Ellenbogen und Hand
Hüfte
Knie
Sprunggelenk und Fuß
Ellenbogen und Hand
Tennis- und Golferellenbogen
Der Tennisellenbogen (Epicondylitis lateralis) und der Golferellenbogen (Epicondylitis medialis) sind schmerzhafte Überlastungserkrankungen der Sehnenansätze am Ellenbogen. Beim Tennisellenbogen ist die Außenseite des Ellenbogens betroffen, während der Golferellenbogen die Innenseite betrifft. Trotz ihrer Bezeichnungen entstehen beide Erkrankungen nur selten durch Tennis oder Golf. Häufiger werden sie durch wiederholte einseitige Belastungen im Beruf oder Alltag verursacht, beispielsweise bei handwerklichen Tätigkeiten, Computerarbeit oder häufigem Heben und Tragen. Der Tennisellenbogen tritt deutlich häufiger auf als der Golferellenbogen und betrifft vor allem Menschen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr.
Das Leitsymptom sind belastungsabhängige Schmerzen am Ellenbogen. Beim Tennisellenbogen befinden sich diese an der Außenseite und verstärken sich insbesondere beim Greifen, Heben oder Strecken des Handgelenks. Beim Golferellenbogen treten die Schmerzen an der Innenseite auf und nehmen vor allem beim Beugen des Handgelenks oder beim festen Zupacken zu. Häufig strahlen die Beschwerden in den Unterarm aus. Viele Betroffene berichten außerdem über eine verminderte Griffkraft, wodurch alltägliche Tätigkeiten wie das Öffnen von Flaschen oder das Tragen von Einkaufstaschen erschwert werden.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei wird die Schmerzlokalisation beurteilt und durch spezielle Funktionstests überprüft, ob die Beschwerden durch bestimmte Bewegungen ausgelöst werden können. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) sind meist nur erforderlich, wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen oder Sehnenschäden genauer beurteilt werden sollen.
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ. Wichtig ist zunächst die Reduktion oder Anpassung der auslösenden Belastung. Ergänzend kommen Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie sowie gezielte Dehnungs- und Kräftigungsübungen der Unterarmmuskulatur zum Einsatz. Auch Bandagen oder Epicondylitisspangen können die Beschwerden lindern. Bei anhaltenden Schmerzen können Stoßwellentherapie oder Injektionen erwogen werden. Eine operative Behandlung ist nur selten notwendig und wird erst in Betracht gezogen, wenn trotz konsequenter konservativer Therapie über mehrere Monate keine ausreichende Besserung erreicht wird.
Schnappfinger
Der Schnappfinger, auch als schnellender Finger oder Tendovaginitis stenosans bezeichnet, ist eine häufige Erkrankung der Hand, bei der es zu einer Einengung der Beugesehne im Bereich des sogenannten Ringbandes kommt. Dadurch kann die Sehne nicht mehr reibungslos durch das Ringband gleiten. Die Erkrankung tritt besonders häufig bei Erwachsenen zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf und betrifft Frauen häufiger als Männer. Menschen mit Diabetes mellitus oder rheumatischen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko. Auch eine wiederholte Belastung der Hände kann die Entstehung begünstigen.
Typisch sind Schmerzen und eine zunehmende Bewegungseinschränkung des betroffenen Fingers. Häufig kommt es zu einem schmerzhaften Schnappen oder Blockieren beim Beugen und Strecken. Besonders morgens sind die Beschwerden oft ausgeprägt. Betroffene müssen den Finger teilweise mit der anderen Hand strecken. Zusätzlich kann sich an der Handfläche, am Übergang zum betroffenen Finger, eine druckempfindliche Verdickung bilden.
Die Diagnostik erfolgt in der Regel durch eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Das typische Schnappen und die schmerzhafte Verdickung am Fingergrundgelenk sind meist ausreichend, um die Diagnose zu stellen. Bildgebende Untersuchungen sind normalerweise nicht notwendig.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden. Bei leichten Formen können eine Schonung der Hand, entzündungshemmende Medikamente und physiotherapeutische Maßnahmen helfen. Eine häufig eingesetzte Behandlung ist die Injektion eines Kortisonpräparates in den Bereich der betroffenen Sehne. Bei wiederkehrenden oder anhaltenden Beschwerden kann eine operative Spaltung des einengenden Ringbandes erforderlich sein. Der Eingriff ist meist klein und führt in der Regel zu einer deutlichen Verbesserung der Beweglichkeit und zur Beseitigung des Schnappens.
Karpaltunnelsyndrom
Das Karpaltunnelsyndrom ist eine häufige Erkrankung der Hand, bei der der Medianusnerv im Bereich des Handgelenks eingeengt wird. Der Nerv verläuft gemeinsam mit mehreren Beugesehnen durch den Karpaltunnel, einen engen Kanal zwischen den Handwurzelknochen und dem Karpalband. Durch eine Verengung dieses Tunnels entsteht ein Druck auf den Nerv, wodurch typische Beschwerden auftreten können. Das Karpaltunnelsyndrom betrifft häufiger Frauen als Männer und tritt überwiegend im mittleren und höheren Lebensalter auf. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu. Risikofaktoren sind unter anderem Diabetes mellitus, rheumatische Erkrankungen, Übergewicht, Schwangerschaft sowie wiederholte Belastungen des Handgelenks.
Typische Symptome sind Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schmerzen in der Hand. Betroffen sind vor allem der Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und teilweise die Hälfte des Ringfingers. Häufig treten die Beschwerden nachts auf und können dazu führen, dass Betroffene aufgrund der Schmerzen oder des Taubheitsgefühls aufwachen. Durch Ausschütteln oder Bewegen der Hand lässt sich die Symptomatik häufig vorübergehend verbessern. Im weiteren Verlauf können eine zunehmende Schwäche der Hand und eine eingeschränkte Feinmotorik auftreten. Bei länger bestehender Nervenkompression kann es zu einem Abbau der Daumenballenmuskulatur kommen.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Sensibilität, Muskelkraft und Beweglichkeit der Hand überprüft. Spezielle klinische Tests, bei denen der Medianusnerv durch bestimmte Positionen oder Druck gereizt wird, können die Diagnose unterstützen. Zur Sicherung der Diagnose wird häufig eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt. Dabei wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen und das Ausmaß der Nervenschädigung beurteilt. Bei unklaren Fällen können zusätzlich Ultraschall oder eine Magnetresonanztomographie eingesetzt werden.
Die Behandlung richtet sich nach der Stärke und Dauer der Beschwerden. Bei leichten Symptomen können eine nächtliche Ruhigstellung des Handgelenks mit einer Schiene sowie die Behandlung möglicher Grunderkrankungen hilfreich sein. Bei stärkeren Beschwerden können Kortisoninjektionen eine vorübergehende Linderung bringen. Wenn die Beschwerden anhalten, fortschreiten oder bereits eine deutliche Nervenschädigung besteht, wird eine operative Spaltung des Karpalbandes empfohlen. Dadurch wird der Druck auf den Medianusnerv dauerhaft reduziert und eine weitere Schädigung verhindert.
Sehnenscheidenentzündung und Tendovaginitis stenosans de Quervain
Eine Sehnenscheidenentzündung, auch Tendovaginitis genannt, ist eine schmerzhafte Entzündung oder Reizung der Sehnenscheiden, die die Sehnen umgeben und deren reibungsarmes Gleiten ermöglichen. Sie tritt häufig an Handgelenk und Hand auf und entsteht meist durch wiederholte oder ungewohnte Bewegungen. Besonders betroffen sind Personen, die beruflich oder im Alltag häufig mit den Händen arbeiten. Die Erkrankung tritt überwiegend bei Erwachsenen auf, wobei Frauen häufiger betroffen sein können. Eine besondere Form ist die Tendovaginitis stenosans de Quervain, bei der die Sehnen des Musculus abductor pollicis longus und des Musculus extensor pollicis brevis am Daumenansatz betroffen sind. Sie tritt häufiger bei Frauen im mittleren Lebensalter sowie nach Schwangerschaft und Geburt auf.
Typische Beschwerden einer Sehnenscheidenentzündung sind Schmerzen entlang des betroffenen Sehnenverlaufs, die sich bei Bewegung verstärken. Zusätzlich können Schwellungen, Druckempfindlichkeit, Bewegungseinschränkungen und ein Reiben oder Knirschen bei der Bewegung auftreten. Bei der Tendovaginitis de Quervain befinden sich die Schmerzen hauptsächlich an der Daumenseite des Handgelenks. Besonders Bewegungen des Daumens, Greifen und Drehen des Handgelenks können starke Schmerzen auslösen. Die Beschwerden können bis in den Daumen oder Unterarm ausstrahlen.
Die Diagnostik erfolgt durch eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Dabei werden die schmerzhafte Region, die Beweglichkeit und mögliche Schwellungen beurteilt. Bei Verdacht auf eine Tendovaginitis de Quervain wird häufig der sogenannte Finkelstein-Test durchgeführt, bei dem Schmerzen an der Daumenseite des Handgelenks ausgelöst werden können. Eine Ultraschalluntersuchung kann ergänzend eingesetzt werden, um entzündliche Veränderungen und Verdickungen der Sehnenscheiden darzustellen. Weitere bildgebende Verfahren sind meist nicht notwendig.
Die Therapie besteht zunächst aus einer Schonung und Entlastung der betroffenen Hand. Eine kurzfristige Ruhigstellung durch eine Schiene, entzündungshemmende Schmerzmittel und lokale Kälteanwendungen können die Beschwerden lindern. Zusätzlich kann Physiotherapie mit gezielten Bewegungs- und Dehnübungen eingesetzt werden. Bei anhaltenden Beschwerden kommen Kortisoninjektionen in Betracht. Führt die konservative Behandlung nicht zum Erfolg, kann insbesondere bei der Tendovaginitis de Quervain eine operative Erweiterung des Sehnenfaches erforderlich sein. Die Prognose ist bei frühzeitiger Behandlung in der Regel gut.
Rhizarthrose
Die Rhizarthrose ist eine Arthrose des Daumensattelgelenks, das sich zwischen dem ersten Mittelhandknochen und dem großen Vieleckbein der Handwurzel befindet. Das Daumensattelgelenk ermöglicht wichtige Bewegungen wie Greifen, Halten und die Opposition des Daumens. Durch den fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels kommt es zu einer zunehmenden Reibung der Gelenkflächen und zu Schmerzen. Die Rhizarthrose tritt besonders häufig bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit deutlich an. Auch genetische Faktoren, eine hohe Belastung der Hände, frühere Verletzungen oder eine Instabilität des Daumensattelgelenks können die Entstehung begünstigen.
Typische Symptome sind Schmerzen an der Daumenbasis, die insbesondere bei Belastungen wie dem Öffnen von Flaschen, dem Drehen eines Schlüssels oder dem Greifen von Gegenständen auftreten. Im weiteren Verlauf können die Schmerzen auch in Ruhe bestehen. Häufig kommt es zu einer eingeschränkten Beweglichkeit und einer verminderten Kraft beim Greifen und Zupacken. Viele Betroffene entwickeln eine sichtbare Verdickung oder Fehlstellung im Bereich des Daumensattelgelenks. Bei fortgeschrittener Arthrose kann der Daumen zunehmend in Richtung Handinnenfläche abweichen, wodurch die Funktion der Hand weiter eingeschränkt wird.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Beweglichkeit, die Kraft und die Schmerzhaftigkeit des Daumens überprüft. Ein typischer Untersuchungstest ist der sogenannte Kompressionstest des Daumensattelgelenks, bei dem Schmerzen durch Druck und Bewegung ausgelöst werden können. Zur Sicherung der Diagnose werden Röntgenaufnahmen der Hand angefertigt. Dabei können eine Verschmälerung des Gelenkspalts, Veränderungen der Gelenkflächen und knöcherne Anbauten sichtbar werden.
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und dem Ausmaß der Beschwerden. Zunächst erfolgt meist eine konservative Therapie mit Schmerzmitteln, entzündungshemmenden Medikamenten und einer zeitweisen Ruhigstellung durch eine Daumenschiene. Physiotherapie und gezielte Übungen können helfen, die Beweglichkeit und Stabilität des Daumens zu erhalten. Bei starken Beschwerden können Injektionen in das Gelenk eingesetzt werden. Wenn die Schmerzen trotz konservativer Behandlung bestehen bleiben und die Handfunktion erheblich eingeschränkt ist, kann eine Operation erforderlich werden. Dabei kommen verschiedene Verfahren infrage, häufig wird das große Vieleckbein entfernt und das Gelenk rekonstruiert. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren und die Funktion der Hand möglichst langfristig zu erhalten.
Morbus Dupuytren
Morbus Dupuytren, auch Dupuytren-Kontraktur genannt, ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Dabei kommt es zu einer zunehmenden Verdickung und Verkürzung der sogenannten Palmaraponeurose. Dadurch entstehen knotige und strangförmige Veränderungen, die im weiteren Verlauf zu einer dauerhaften Beugestellung einzelner Finger führen können. Die Erkrankung tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf und entwickelt sich meist ab dem 50. Lebensjahr. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu. Besonders häufig betroffen sind der Ringfinger und der kleine Finger. Die Erkrankung kann über Jahre langsam fortschreiten, wobei der Verlauf individuell sehr unterschiedlich ist.
Zu Beginn sind häufig derbe Knoten oder Stränge in der Handfläche tastbar, die zunächst keine oder nur geringe Beschwerden verursachen. Im weiteren Verlauf kann sich eine zunehmende Beugestellung der Finger entwickeln. Dadurch wird es für Betroffene schwieriger, die Hand vollständig zu öffnen und alltägliche Tätigkeiten wie das Auflegen der Hand auf eine flache Oberfläche, das Anziehen oder das Greifen von Gegenständen auszuführen. Schmerzen treten bei Morbus Dupuytren eher selten auf. Im Vordergrund steht vielmehr die zunehmende Bewegungseinschränkung und der Verlust der Handfunktion.
Die Diagnostik erfolgt in erster Linie durch eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Dabei werden die Handinnenfläche sowie die Beweglichkeit der betroffenen Finger beurteilt. Typisch sind tastbare Knoten und verhärtete Stränge. Der sogenannte Tischtest kann durchgeführt werden: Die betroffene Person versucht, die Hand vollständig flach auf eine Tischoberfläche zu legen. Ist dies aufgrund einer Beugekontraktur nicht möglich, spricht dies für einen fortgeschrittenen Befund. Bildgebende Untersuchungen sind zur Diagnosestellung normalerweise nicht erforderlich.
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Bewegungseinschränkung und den individuellen Beschwerden. Bei geringen Veränderungen kann zunächst eine regelmäßige Kontrolle erfolgen. Bei zunehmender Beugekontraktur kommen verschiedene Verfahren wie eine Nadelaponeurotomie oder eine operative Entfernung der krankhaft veränderten Bindegewebsstränge infrage. Nach einer Behandlung ist häufig eine physiotherapeutische Nachbehandlung mit Bewegungsübungen und gegebenenfalls einer Schienenversorgung notwendig. Ziel der Therapie ist es, die Beweglichkeit der Finger zu verbessern und die Funktion der Hand möglichst langfristig zu erhalten.
Sprunggelenk und Fuß
Bandverletzung am Sprunggelenk
Eine Bandverletzung am Sprunggelenk gehört zu den häufigsten Verletzungen des Bewegungsapparates und entsteht meist durch ein Umknicktrauma. Besonders häufig sind die Außenbänder betroffen, wobei vor allem das vordere talofibulare Band verletzt wird. Seltener kommt es zu Verletzungen der Innenbänder oder der sogenannten Syndesmose zwischen Schien- und Wadenbein. Eine Bandverletzung tritt besonders häufig bei sportlichen Aktivitäten auf, beispielsweise beim Fußball, Basketball, Volleyball oder Laufen. Auch im Alltag kann ein unebenes Gelände oder falsches Auftreten zu einer Verletzung führen. Frauen und Personen mit bereits früher erlittenen Sprunggelenksverletzungen haben ein erhöhtes Risiko.
Typische Symptome sind plötzlich auftretende Schmerzen am Sprunggelenk, die sich bei Belastung und Bewegung verstärken. Häufig kommt es zu einer Schwellung und einem Bluterguss im Bereich des verletzten Bandes. Je nach Schweregrad kann das Auftreten und Gehen deutlich eingeschränkt sein. Bei einer vollständigen Bandruptur besteht häufig ein Gefühl der Instabilität. Man unterscheidet zwischen einer Überdehnung, einer Teilruptur und einem vollständigen Riss des Bandes. Bei schweren Verletzungen können zusätzlich Knochen, Knorpel oder die Syndesmose betroffen sein.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden der Unfallhergang, die Schmerzlokalisation, die Beweglichkeit und die Stabilität des Sprunggelenks beurteilt. Durch spezielle Stabilitätstests kann das Ausmaß der Bandverletzung eingeschätzt werden. Röntgenaufnahmen werden insbesondere durchgeführt, um einen Knochenbruch auszuschließen. Eine Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomographie (MRT) kann bei unklaren Befunden oder Verdacht auf zusätzliche Verletzungen eingesetzt werden.
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Verletzung. Die meisten Außenbandverletzungen können konservativ behandelt werden. Dazu gehören eine kurzfristige Entlastung, Kühlung, Kompression und Hochlagerung. Anschließend erfolgt eine frühzeitige Mobilisation mit einer stabilisierenden Orthese sowie Physiotherapie. Durch gezielte Übungen werden Beweglichkeit, Muskelkraft und Gleichgewicht verbessert. Vollständige Bandrupturen werden ebenfalls häufig konservativ behandelt. Eine operative Behandlung ist nur bei bestimmten schweren Verletzungen oder anhaltender Instabilität notwendig. Ziel der Therapie ist es, die Funktion und Stabilität des Sprunggelenks wiederherzustellen und erneuten Verletzungen vorzubeugen.
Arthrose am Sprunggelenk (OSG und USG)
Die Arthrose am Sprunggelenk bezeichnet einen fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels im oberen Sprunggelenk (OSG) oder unteren Sprunggelenk (USG). Während die Arthrose am OSG häufig als Folge früherer Verletzungen entsteht, tritt die Arthrose am USG seltener auf. Insgesamt ist die Sprunggelenksarthrose im Vergleich zur Knie- oder Hüftarthrose weniger häufig. Besonders häufig sind Menschen betroffen, die bereits Verletzungen wie Knochenbrüche, Bandverletzungen oder Knorpelschäden am Sprunggelenk erlitten haben. Weitere Risikofaktoren sind Fehlstellungen, chronische Überlastung, Übergewicht und entzündliche Gelenkerkrankungen.
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen im Bereich des Sprunggelenks, die beim Gehen, längeren Stehen oder auf unebenem Untergrund zunehmen. Im weiteren Verlauf können die Schmerzen auch in Ruhe auftreten. Zusätzlich kommt es häufig zu einer zunehmenden Bewegungseinschränkung und Morgensteifigkeit. Beim OSG ist insbesondere die Beweglichkeit beim Heben und Senken des Fußes eingeschränkt. Bei einer Arthrose des USG können vor allem Drehbewegungen und das Gehen auf unebenem Gelände schmerzhaft sein. Viele Betroffene entwickeln ein Schonhinken und eine verminderte Belastbarkeit des Fußes.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Schmerzlokalisation, Beweglichkeit, Stabilität und mögliche Fehlstellungen beurteilt. Röntgenaufnahmen unter Belastung sind besonders wichtig, da sie eine Verschmälerung des Gelenkspalts, knöcherne Anbauten und Veränderungen der Gelenkflächen sichtbar machen können. Eine Computertomographie (CT) kann zur genaueren Beurteilung knöcherner Veränderungen eingesetzt werden. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht zusätzlich die Beurteilung von Knorpel, Bändern und anderen Weichteilstrukturen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Arthrose und den Beschwerden. Zunächst stehen konservative Maßnahmen wie Gewichtsreduktion, Physiotherapie, gezielte Bewegungsübungen und eine Anpassung der Belastung im Vordergrund. Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente können bei Bedarf eingesetzt werden. Zusätzlich können Einlagen, Bandagen oder orthopädische Schuhe die Belastung reduzieren. Bei fortgeschrittener Arthrose kommen operative Verfahren infrage. Je nach Ausmaß können gelenkerhaltende Eingriffe, eine Versteifung des Gelenks oder ein künstliches Sprunggelenk eingesetzt werden. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit und Belastbarkeit zu verbessern und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.
Arthrose am Vor- und Rückfuß
Die Arthrose am Vor- und Rückfuß bezeichnet einen fortschreitenden Verschleiß der Gelenke im Bereich des Fußes. Im Vorfuß sind besonders häufig das Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus) sowie die kleinen Zehengelenke betroffen. Im Rückfuß können vor allem das untere Sprunggelenk und die Gelenke zwischen Sprungbein, Fersenbein und Kahnbein betroffen sein. Die Arthrose am Fuß tritt insgesamt häufig auf, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Begünstigende Faktoren sind neben altersbedingtem Gelenkverschleiß auch Fehlstellungen wie ein Hallux valgus, frühere Verletzungen, Knochenbrüche, Überlastungen, Übergewicht und entzündliche Gelenkerkrankungen.
Die Beschwerden hängen davon ab, welches Gelenk betroffen ist. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen, die beim Gehen, Abrollen des Fußes oder auf unebenem Untergrund zunehmen. Bei einer Arthrose des Großzehengrundgelenks ist insbesondere das Abrollen über die Großzehe schmerzhaft und zunehmend eingeschränkt. Im Rückfuß führen Schmerzen häufig zu Problemen beim Gehen auf unebenem Gelände oder bei Drehbewegungen. Zusätzlich können Schwellungen, Bewegungseinschränkungen, Gelenksteifigkeit und eine verminderte Belastbarkeit auftreten. Bei fortgeschrittener Arthrose kann sich das Gangbild verändern und eine deutliche Einschränkung der Mobilität entstehen.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Fußform, die Beweglichkeit der einzelnen Gelenke, die Schmerzlokalisation und das Gangbild beurteilt. Röntgenaufnahmen unter Belastung sind besonders wichtig, da sie eine Verschmälerung oder einen Verlust des Gelenkspalts, knöcherne Anbauten und Fehlstellungen sichtbar machen können. Bei unklaren Beschwerden oder zur Beurteilung von Knorpel, Bändern und Weichteilen können ergänzend eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden.
Die Therapie richtet sich nach dem betroffenen Gelenk und dem Ausmaß der Beschwerden. Zunächst stehen konservative Maßnahmen wie eine Anpassung der Belastung, Physiotherapie, Bewegungsübungen und Schmerzmedikamente im Vordergrund. Einlagen, orthopädische Schuhe oder spezielle Abrollhilfen können die betroffenen Gelenke entlasten. Bei anhaltenden Beschwerden können Infiltrationen eingesetzt werden. Bei fortgeschrittener Arthrose und starken Schmerzen kommen operative Verfahren infrage. Je nach Gelenk können gelenkerhaltende Eingriffe, eine Versteifung oder ein künstlicher Gelenkersatz durchgeführt werden. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Gehfähigkeit zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern.
Senk-Spreizfuß und Plattfuß
Der Senk-Spreizfuß und der Plattfuß gehören zu den häufigsten Fehlstellungen des Fußes. Beim Senkfuß kommt es zu einer Abflachung des Längsgewölbes, während sich beim Spreizfuß das Quergewölbe des Vorfußes absenkt und die Mittelfußknochen auseinanderweichen. Beim Plattfuß ist das Längsgewölbe deutlich abgeflacht oder vollständig abgesenkt, sodass die Fußsohle teilweise oder vollständig den Boden berührt. Die Häufigkeit dieser Fußfehlstellungen nimmt mit zunehmendem Alter zu. Begünstigende Faktoren sind Übergewicht, schwache Fuß- und Unterschenkelmuskulatur, langes Stehen, ungeeignetes Schuhwerk sowie eine angeborene Bindegewebsschwäche. Bei Erwachsenen können auch Verletzungen oder Verschleißerscheinungen der Sehnen und Bänder zur Entwicklung eines Plattfußes beitragen.
Viele Betroffene sind zunächst beschwerdefrei. Bei zunehmender Fehlstellung können jedoch Schmerzen im Fuß, insbesondere im Bereich des Längs- oder Quergewölbes, auftreten. Beim Spreizfuß kommt es häufig zu Druckschmerzen im Vorfuß und zur Bildung von Schwielen oder Hühneraugen. Zusätzlich können sich Fehlstellungen der Zehen, beispielsweise ein Hallux valgus, entwickeln. Beim Plattfuß treten Beschwerden häufig an der Fußinnenseite auf. Durch die veränderte Belastung können Schmerzen im Sprunggelenk, Knie oder sogar in der Hüfte entstehen. Außerdem kann das Gangbild verändert und die Belastbarkeit beim längeren Gehen reduziert sein.
Die Diagnostik beginnt mit einer Anamnese und einer Untersuchung des Fußes im Stehen und beim Gehen. Dabei werden Fußform, Stellung der Ferse, Beweglichkeit und Belastungsverteilung beurteilt. Ein Fußabdruck oder eine Fußdruckmessung kann zusätzliche Informationen über die Belastungsverteilung liefern. Röntgenaufnahmen unter Belastung ermöglichen eine genaue Beurteilung der knöchernen Strukturen und des Ausmaßes der Fehlstellung. Bei Verdacht auf Schäden an Sehnen oder Bändern können zusätzlich Ultraschall oder eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und den Beschwerden. Bei leichten Formen stehen Fußgymnastik, Kräftigungsübungen und eine Verbesserung der Fußmuskulatur im Vordergrund. Einlagen und geeignetes Schuhwerk können die Fußgewölbe unterstützen und die Belastung besser verteilen. Bei Schmerzen können zusätzlich physiotherapeutische Maßnahmen und Schmerzmedikamente eingesetzt werden. Bei ausgeprägten Fehlstellungen oder starken Beschwerden kann eine operative Korrektur notwendig werden. Ziel der Therapie ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Belastbarkeit zu verbessern und eine weitere Verschlechterung der Fußfehlstellung zu verhindern.
Hallux valgus
Der Hallux valgus ist eine häufige Fehlstellung der Großzehe, bei der sich der erste Mittelfußknochen nach außen verschiebt und die Großzehe gleichzeitig in Richtung der anderen Zehen abweicht. Dadurch entsteht am Großzehengrundgelenk häufig ein sichtbarer Knochenvorsprung, der umgangssprachlich als „Ballen“ bezeichnet wird. Der Hallux valgus tritt überwiegend bei Frauen auf und entwickelt sich meist im Erwachsenenalter. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu. Begünstigende Faktoren sind eine familiäre Veranlagung, eine Bindegewebsschwäche, ein Senk-Spreizfuß sowie ungeeignetes oder enges Schuhwerk. Auch eine langjährige Fehl- oder Überbelastung des Fußes kann die Entstehung begünstigen.
Die Beschwerden sind abhängig vom Ausmaß der Fehlstellung. Viele Betroffene sind zunächst beschwerdefrei. Im weiteren Verlauf können Schmerzen und Druckempfindlichkeit am Großzehengrundgelenk auftreten, die sich insbesondere beim Tragen enger Schuhe verstärken. Häufig kommt es zu einer Rötung und Schwellung des hervorstehenden Gelenkbereichs. Durch die zunehmende Fehlstellung können Druckstellen, Schwielen und Hühneraugen entstehen. Zusätzlich kann sich die Beweglichkeit der Großzehe verringern. Bei fortgeschrittenem Hallux valgus können die benachbarten Zehen verdrängt oder verformt werden, wodurch weitere Beschwerden im Vorfuß entstehen können.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Fußform, die Stellung der Großzehe, die Beweglichkeit des Großzehengrundgelenks und mögliche Druckstellen beurteilt. Zur genaueren Beurteilung des Ausmaßes der Fehlstellung werden Röntgenaufnahmen des Fußes im Stehen angefertigt. Dabei können die Stellung der Knochen, der Winkel der Fehlstellung sowie mögliche Veränderungen des Großzehengrundgelenks beurteilt werden.
Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Fehlstellung und den Beschwerden. Bei leichten Formen können geeignetes, ausreichend breites Schuhwerk, Einlagen, Polsterungen und eine gezielte Fußgymnastik Beschwerden lindern. Eine vollständige Korrektur der Fehlstellung ist durch konservative Maßnahmen jedoch meist nicht möglich. Bei starken Schmerzen oder einer zunehmenden Einschränkung der Lebensqualität kann eine operative Korrektur durchgeführt werden. Dabei wird die Stellung der Knochen korrigiert und das Großzehengrundgelenk möglichst erhalten. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Fußfunktion zu verbessern und die Belastbarkeit langfristig zu erhalten.
Schulter
Rotatorenmanschettenruptur
Eine Rotatorenmanschettenruptur bezeichnet den teilweisen oder vollständigen Riss einer oder mehrerer Sehnen der Rotatorenmanschette. Diese besteht aus vier Muskeln, die das Schultergelenk stabilisieren und für die Beweglichkeit des Armes verantwortlich sind. Die Ruptur kann durch ein akutes Trauma, beispielsweise einen Sturz auf den ausgestreckten Arm, oder durch altersbedingten Verschleiß entstehen. Besonders häufig sind Menschen über 50 Jahre betroffen, da die Sehnen mit zunehmendem Alter an Elastizität verlieren und anfälliger für Verletzungen werden. Degenerative Rotatorenmanschettenrupturen zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Schultergelenks.
Die Beschwerden hängen von der Größe des Sehnenrisses ab. Typisch sind Schmerzen im Bereich der Schulter, die besonders bei Bewegungen über Schulterhöhe oder nachts in Seitenlage auftreten. Viele Betroffene berichten über eine eingeschränkte Beweglichkeit sowie einen Kraftverlust beim Anheben oder Drehen des Armes. Bei vollständigen Rupturen kann der Arm teilweise nicht mehr aktiv angehoben werden. Im Verlauf können die Schmerzen chronisch werden und die Funktion des Schultergelenks zunehmend eingeschränkt sein.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Beweglichkeit, Muskelkraft und schmerzhafte Bewegungen überprüft. Spezielle Funktionstests geben Hinweise auf die betroffene Sehne. Zur weiteren Abklärung wird häufig eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Die Magnetresonanztomographie (MRT) gilt als wichtigstes bildgebendes Verfahren, da sie das Ausmaß des Sehnenrisses sowie mögliche Begleitverletzungen detailliert darstellen kann. Röntgenaufnahmen dienen vor allem dem Ausschluss knöcherner Veränderungen oder einer Arthrose.
Die Behandlung richtet sich nach Alter, Aktivitätsniveau, Größe der Ruptur und den Beschwerden. Kleinere oder degenerative Sehnenrisse werden häufig konservativ behandelt. Dazu gehören Schmerzmedikamente, Physiotherapie sowie gezielte Übungen zur Kräftigung der Schultermuskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit. Bleiben die Beschwerden bestehen oder liegt ein größerer beziehungsweise traumatischer Sehnenriss vor, kann eine operative Rekonstruktion der Sehne erforderlich sein. Anschließend folgt eine mehrwöchige Rehabilitation mit schrittweisem Belastungsaufbau. Bei frühzeitiger und konsequenter Behandlung lässt sich in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung der Schulterfunktion und eine gute Schmerzreduktion erreichen.
Schulterimpingement
Das Schulterimpingement, auch Impingement-Syndrom oder Engpasssyndrom der Schulter genannt, ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen. Dabei kommt es zu einer Einengung der Sehnen der Rotatorenmanschette und des Schleimbeutels unter dem Schulterdach. Durch die wiederholte Reibung entstehen Reizungen und Entzündungen, die unbehandelt zu Sehnenschäden oder einer Rotatorenmanschettenruptur führen können. Besonders häufig tritt das Schulterimpingement bei Menschen zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Auch Sportlerinnen und Sportler sowie Personen mit häufigen Überkopfarbeiten sind aufgrund der hohen Belastung des Schultergelenks häufiger betroffen.
Das Leitsymptom sind belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der Schulter, die vor allem beim Anheben des Armes zwischen etwa 60 und 120 Grad auftreten. Häufig verstärken sich die Beschwerden bei Überkopfbewegungen oder beim Liegen auf der betroffenen Schulter während der Nacht. Im weiteren Verlauf können die Schmerzen auch in Ruhe auftreten. Zusätzlich berichten viele Betroffene über eine eingeschränkte Beweglichkeit, Kraftverlust sowie Schwierigkeiten bei alltäglichen Tätigkeiten wie Anziehen oder Heben von Gegenständen.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Beweglichkeit des Schultergelenks sowie spezielle Funktionstests durchgeführt, die Hinweise auf ein Impingement geben können. Ergänzend werden häufig Röntgenaufnahmen angefertigt, um knöcherne Veränderungen des Schulterdachs oder Verkalkungen auszuschließen. Eine Ultraschalluntersuchung oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht die Beurteilung der Rotatorenmanschette, des Schleimbeutels und möglicher Begleitverletzungen.
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die normale Funktion der Schulter wiederherzustellen. Dazu gehören Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie sowie gezielte Übungen zur Kräftigung der Rotatorenmanschette und der Schulterblattmuskulatur. Zusätzlich sollten belastende Überkopfbewegungen vorübergehend reduziert werden. Bei anhaltenden Beschwerden können Injektionen in den Schleimbeutel erwogen werden. Führen konservative Maßnahmen über mehrere Monate nicht zum Erfolg oder liegen ausgeprägte strukturelle Veränderungen vor, kann eine operative Erweiterung des Schulterdachs oder die Behandlung begleitender Sehnenschäden notwendig sein.
Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
Die Kalkschulter, medizinisch als Tendinosis calcarea bezeichnet, ist eine schmerzhafte Erkrankung der Schulter, bei der sich Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette bilden. Am häufigsten ist die Sehne des Musculus supraspinatus betroffen. Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, jedoch werden Durchblutungsstörungen der Sehnen, degenerative Veränderungen und Stoffwechselprozesse als mögliche Auslöser diskutiert. Die Erkrankung tritt vor allem zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr auf und betrifft Frauen etwas häufiger als Männer. Viele Kalkablagerungen verursachen keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt.
Die Beschwerden hängen von der Größe der Kalkablagerung und dem Stadium der Erkrankung ab. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen in der Schulter, die besonders beim Anheben des Armes oder bei Überkopfbewegungen auftreten. Während der sogenannten Resorptionsphase können plötzlich sehr starke Schmerzen auftreten, die auch in Ruhe oder nachts bestehen und das Liegen auf der betroffenen Schulter erschweren. Zusätzlich kommt es häufig zu einer eingeschränkten Beweglichkeit und einem Kraftverlust des Armes. Durch die Reizung des Schleimbeutels kann sich zusätzlich eine Schleimbeutelentzündung entwickeln.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Beweglichkeit der Schulter sowie schmerzhafte Bewegungen beurteilt. Röntgenaufnahmen sind das wichtigste bildgebende Verfahren, da sie Kalkablagerungen gut darstellen können. Ergänzend wird häufig eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um die Lage und Größe der Kalkdepots sowie den Zustand der Sehnen zu beurteilen. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) ist nur in besonderen Fällen erforderlich, beispielsweise bei Verdacht auf zusätzliche Verletzungen der Rotatorenmanschette.
Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ. Dazu gehören Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie sowie Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit. Ergänzend können Stoßwellentherapie oder eine ultraschallgesteuerte Nadelspülung (Needling) eingesetzt werden, um die Kalkablagerungen zu verkleinern oder zu entfernen. Viele Kalkdepots bilden sich im Verlauf von selbst zurück. Bleiben die Beschwerden trotz konservativer Behandlung bestehen oder sind die Kalkablagerungen sehr ausgeprägt, kann eine arthroskopische Entfernung des Kalkdepots erforderlich sein. Die Prognose ist in den meisten Fällen gut, und die Schulterfunktion kann durch eine konsequente Therapie meist vollständig wiederhergestellt werden.
Schulterarthrose
Die Schulterarthrose, auch Omarthrose genannt, ist eine degenerative Erkrankung des Schultergelenks, bei der der Gelenkknorpel zunehmend verschleißt. Dadurch reiben die Gelenkflächen stärker aneinander, was zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einer verminderten Gelenkfunktion führt. Im Vergleich zur Arthrose von Knie oder Hüfte tritt die Schulterarthrose seltener auf. Betroffen sind vor allem Menschen über 60 Jahre. Die Erkrankung kann altersbedingt entstehen oder als Folge von Verletzungen, Entzündungen, einer Rotatorenmanschettenruptur oder einer langjährigen Überlastung des Schultergelenks auftreten.
Zu Beginn verursacht die Schulterarthrose häufig nur leichte Beschwerden. Mit fortschreitendem Verschleiß treten belastungsabhängige Schmerzen auf, die später auch in Ruhe oder nachts bestehen können. Viele Betroffene berichten über eine zunehmende Steifigkeit des Schultergelenks sowie Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen wie dem Anziehen, Kämmen der Haare oder dem Heben von Gegenständen. Häufig kommt es außerdem zu einem Kraftverlust und zu Reibungs- oder Knirschgeräuschen während der Bewegung. Im fortgeschrittenen Stadium ist die Beweglichkeit der Schulter deutlich eingeschränkt.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Schmerzlokalisation, Beweglichkeit und Muskelkraft beurteilt. Zur Sicherung der Diagnose werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Typische Veränderungen sind eine Verschmälerung des Gelenkspalts, knöcherne Anbauten (Osteophyten) sowie Veränderungen der Gelenkflächen. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann ergänzend eingesetzt werden, um Knorpel, Sehnen und andere Weichteilstrukturen genauer zu beurteilen. Bei Bedarf können auch eine Computertomographie (CT) oder eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden. Zunächst erfolgt in der Regel eine konservative Therapie mit Schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten, Physiotherapie sowie gezielten Übungen zur Erhaltung der Beweglichkeit und Kräftigung der Schultermuskulatur. Ergänzend können Wärme- oder Kälteanwendungen sowie Injektionen in das Schultergelenk eingesetzt werden. Führt die konservative Behandlung nicht zu einer ausreichenden Beschwerdelinderung oder ist die Arthrose weit fortgeschritten, kann eine operative Versorgung erforderlich werden. Dabei wird je nach Ausmaß der Schädigung ein künstliches Schultergelenk eingesetzt. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen langfristig zu erhalten.
Schulterinstabilität
Eine Schulterinstabilität bezeichnet eine verminderte Stabilität des Schultergelenks, wodurch der Oberarmkopf teilweise oder vollständig aus der Gelenkpfanne gleiten kann. Das Schultergelenk besitzt den größten Bewegungsumfang aller Gelenke des menschlichen Körpers und ist daher besonders anfällig für Instabilitäten. Die Erkrankung kann nach einem Unfall, beispielsweise einer Schulterluxation, entstehen oder durch eine angeborene Bindegewebsschwäche und wiederholte Überlastung verursacht werden. Besonders häufig sind junge, sportlich aktive Menschen betroffen, insbesondere bei Sportarten mit Überkopfbewegungen oder engem Körperkontakt wie Handball, Volleyball oder Rugby.
Die Beschwerden reichen von einem Unsicherheitsgefühl in der Schulter bis hin zu wiederkehrenden Ausrenkungen. Viele Betroffene berichten über Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, insbesondere beim Anheben oder Drehen des Armes. Häufig besteht das Gefühl, dass die Schulter „herausspringen“ könnte. Nach einer Luxation können Schwellungen, Blutergüsse und eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit auftreten. Wiederholte Instabilitäten können langfristig zu Schäden an Knorpel, Gelenklippe oder Rotatorenmanschette führen und das Risiko für eine Schulterarthrose erhöhen.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der Unfallhergang, Beschwerden und frühere Luxationen erfragt werden. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung mit speziellen Stabilitätstests, um die Richtung und das Ausmaß der Instabilität zu beurteilen. Röntgenaufnahmen dienen dem Ausschluss knöcherner Verletzungen. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) wird häufig eingesetzt, um Verletzungen der Gelenklippe, der Gelenkkapsel oder der Rotatorenmanschette darzustellen. In bestimmten Fällen kann auch eine Computertomographie (CT) sinnvoll sein, um knöcherne Defekte genauer zu beurteilen.
Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Alter der Betroffenen und dem Ausmaß der Instabilität. Nach einer erstmaligen Schulterluxation erfolgt häufig zunächst eine konservative Therapie mit einer kurzzeitigen Ruhigstellung, Schmerzmedikamenten und anschließender Physiotherapie. Ziel ist es, die Schulterblatt- und Rotatorenmanschettenmuskulatur zu kräftigen und die Gelenkstabilität zu verbessern. Bei wiederkehrenden Luxationen, ausgeprägten Verletzungen der Gelenkstrukturen oder hoher sportlicher Belastung kann eine operative Stabilisierung notwendig sein. Nach einer Operation folgt eine strukturierte Rehabilitation, um Beweglichkeit, Kraft und Funktion der Schulter schrittweise wiederherzustellen und erneuten Luxationen vorzubeugen.
Hüfte
Hüftarthrose (Coxarthrose)
Die Hüftarthrose, auch Coxarthrose genannt, ist eine degenerative Erkrankung des Hüftgelenks, bei der es zu einem fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels kommt. Durch den zunehmenden Knorpelabbau verlieren die Gelenkflächen ihre glatte Oberfläche, wodurch die Beweglichkeit eingeschränkt und Schmerzen verursacht werden können. Die Coxarthrose tritt vor allem bei älteren Menschen auf, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter deutlich steigt. Frauen und Männer sind grundsätzlich ähnlich häufig betroffen. Risikofaktoren sind neben dem Alter unter anderem Übergewicht, Fehlstellungen der Hüfte, angeborene Hüftgelenksveränderungen, frühere Verletzungen und eine langjährige starke Belastung des Gelenks.
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam und schleichend. Typisch sind zunächst belastungsabhängige Schmerzen in der Leiste, die in den Oberschenkel oder bis zum Knie ausstrahlen können. Im weiteren Verlauf können die Schmerzen auch in Ruhe oder nachts auftreten. Charakteristisch ist außerdem eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit, insbesondere bei der Innenrotation und Beugung der Hüfte. Tätigkeiten wie das Anziehen von Schuhen und Socken, das Treppensteigen oder längeres Gehen können dadurch erschwert werden. Viele Betroffene entwickeln zudem ein Schonhinken und eine zunehmende Verkürzung der Gehstrecke.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Beweglichkeit des Hüftgelenks, das Gangbild und die Schmerzlokalisation beurteilt. Zur Sicherung der Diagnose werden in der Regel Röntgenaufnahmen angefertigt. Typische Veränderungen sind eine Verschmälerung des Gelenkspalts, eine Verdichtung des Knochens und die Bildung von knöchernen Anbauten. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann bei unklaren Beschwerden oder zur Beurteilung von Weichteilstrukturen eingesetzt werden.
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und dem Ausmaß der Beschwerden. Zu Beginn stehen konservative Maßnahmen wie Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung, Physiotherapie und gezielte Kräftigungsübungen im Vordergrund. Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente können die Beschwerden lindern. Bei fortgeschrittener Arthrose und starken Einschränkungen der Lebensqualität kann ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden. Ziel der Therapie ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und die Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu bewahren.
Hüftimpingement
Das Hüftimpingement, auch femoroacetabuläres Impingement (FAI) genannt, beschreibt eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Hüftgelenks, bei der es zu einem abnormen Kontakt zwischen dem Oberschenkelkopf beziehungsweise dem Schenkelhals und der Hüftpfanne kommt. Dabei werden insbesondere bei bestimmten Bewegungen die Gelenkstrukturen mechanisch belastet. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen dem Cam-Impingement, bei dem eine knöcherne Veränderung am Übergang zwischen Oberschenkelkopf und Schenkelhals vorliegt, und dem Pincer-Impingement, bei dem die Hüftpfanne den Oberschenkelkopf zu stark überdacht. Häufig treten auch Mischformen auf. Das Hüftimpingement betrifft vor allem jüngere und körperlich aktive Menschen. Die Häufigkeit von knöchernen Veränderungen ist relativ hoch, allerdings entwickeln nicht alle Betroffenen Beschwerden.
Typisch sind Schmerzen in der Leiste oder im vorderen Bereich der Hüfte, die sich bei Belastung und bestimmten Bewegungen verstärken. Besonders häufig treten die Beschwerden beim langen Sitzen, beim tiefen Beugen der Hüfte oder bei Drehbewegungen auf. Sportarten mit häufigen Beuge- und Rotationsbewegungen, beispielsweise Fußball, Eishockey oder Kampfsport, können die Beschwerden verstärken. Zusätzlich kann es zu einer eingeschränkten Beweglichkeit der Hüfte und einem Gefühl von Steifigkeit kommen. Unbehandelt kann ein Hüftimpingement langfristig Schäden am Gelenkknorpel oder an der Gelenklippe (Labrum) begünstigen und zur Entwicklung einer Hüftarthrose beitragen.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Beweglichkeit und Schmerzhaftigkeit der Hüfte überprüft. Spezielle Provokationstests können Hinweise auf ein Impingement geben. Röntgenaufnahmen dienen zur Beurteilung der knöchernen Form des Hüftgelenks. Ergänzend kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine MR-Arthrographie durchgeführt werden, um Schäden am Gelenkknorpel oder Labrum zu erkennen.
Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden und dem Ausmaß der Veränderungen. Zunächst erfolgt meist eine konservative Therapie mit einer Anpassung belastender Aktivitäten, Physiotherapie und gezielten Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und Kräftigung der Hüftmuskulatur. Schmerzmedikamente können bei Bedarf eingesetzt werden. Bei anhaltenden Beschwerden oder ausgeprägten knöchernen Veränderungen kann eine gelenkerhaltende Operation, meist eine Hüftarthroskopie, erforderlich sein. Dabei werden störende Knochenvorsprünge entfernt und beschädigte Gelenkstrukturen behandelt. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Funktion des Hüftgelenks zu verbessern und das Fortschreiten von Gelenkschäden möglichst zu verhindern.
Bursitis trochanterica
Die Bursitis trochanterica, auch als Schleimbeutelentzündung am großen Rollhügel bezeichnet, ist eine häufige Ursache für seitliche Hüftschmerzen. Dabei kommt es zu einer Reizung oder Entzündung der Schleimbeutel im Bereich des Trochanter major, einem knöchernen Vorsprung an der Außenseite des Oberschenkels. Die Erkrankung tritt besonders häufig bei Frauen und Menschen mittleren bis höheren Alters auf. Begünstigende Faktoren sind unter anderem eine Fehlbelastung, wiederholte sportliche Aktivitäten, längeres Gehen oder Laufen sowie eine veränderte Hüft- und Beckenmechanik.
Typisch sind Schmerzen an der Außenseite der Hüfte, die häufig in den seitlichen Oberschenkel ausstrahlen. Die Beschwerden verstärken sich meist beim Liegen auf der betroffenen Seite, beim Treppensteigen, längeren Gehen oder beim Aufstehen aus dem Sitzen. Zusätzlich kann eine Druckempfindlichkeit über dem Trochanter major auftreten. Die Beweglichkeit des Hüftgelenks ist häufig weitgehend erhalten, kann jedoch aufgrund der Schmerzen eingeschränkt sein.
Die Diagnostik erfolgt in erster Linie durch eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Dabei wird die schmerzhafte Region abgetastet und die Beweglichkeit der Hüfte überprüft. Eine Ultraschalluntersuchung kann zur Beurteilung der Schleimbeutel und angrenzenden Sehnen eingesetzt werden. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) ist bei unklaren Beschwerden oder Verdacht auf zusätzliche Verletzungen, beispielsweise an den Sehnen der Hüftabduktoren, sinnvoll.
Die Therapie erfolgt zunächst konservativ. Dazu gehören die Reduzierung belastender Aktivitäten, Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente sowie Physiotherapie. Gezielte Übungen zur Kräftigung der Hüft- und Gesäßmuskulatur können helfen, die Belastung des betroffenen Bereichs zu reduzieren. Zusätzlich können Kälte- oder Wärmeanwendungen eingesetzt werden. Bei anhaltenden Beschwerden können Injektionen, beispielsweise mit Kortison, erwogen werden. Eine operative Entfernung des Schleimbeutels ist nur sehr selten erforderlich und kommt vor allem bei chronischen, therapieresistenten Beschwerden infrage.
Knie
Kniearthrose (Gonarthrose)
Die Kniearthrose, auch Gonarthrose genannt, ist eine degenerative Erkrankung des Kniegelenks, bei der es zu einem fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels kommt. Durch den Abbau des Knorpels wird die schützende Gleitschicht zwischen den Gelenkflächen zunehmend dünner, wodurch die Knochen stärker belastet werden. Die Gonarthrose gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen und tritt vor allem im höheren Lebensalter auf. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter deutlich zu. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Übergewicht, Bewegungsmangel, Fehlstellungen der Beinachse, frühere Verletzungen sowie eine langfristige Über- oder Fehlbelastung des Kniegelenks.
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam und schleichend. Typisch sind zunächst belastungsabhängige Knieschmerzen, die insbesondere beim Treppensteigen, Aufstehen aus einem Stuhl oder längeren Gehen auftreten. Im weiteren Verlauf können die Schmerzen auch in Ruhe oder nachts bestehen. Häufig kommt es zu einer zunehmenden Bewegungseinschränkung und einer Morgensteifigkeit des Kniegelenks. Zusätzlich können Schwellungen, ein Gefühl der Instabilität sowie Reibungs- oder Knirschgeräusche auftreten. Bei fortgeschrittener Arthrose kann sich eine Fehlstellung des Beines entwickeln und die Gehfähigkeit deutlich eingeschränkt sein.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Schmerzlokalisation, Beweglichkeit, Stabilität und mögliche Fehlstellungen des Kniegelenks beurteilt. Zur Sicherung der Diagnose werden in der Regel Röntgenaufnahmen angefertigt. Typische Veränderungen sind eine Verschmälerung des Gelenkspalts, knöcherne Anbauten und Veränderungen der Gelenkflächen. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann ergänzend eingesetzt werden, wenn zusätzliche Schäden an Menisken, Bändern oder Knorpelstrukturen vermutet werden.
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Arthrose und dem Ausmaß der Beschwerden. Zunächst stehen konservative Maßnahmen wie Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung und Physiotherapie im Vordergrund. Gezielte Kräftigungsübungen können die Muskulatur stabilisieren und das Kniegelenk entlasten. Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente können bei Bedarf eingesetzt werden. Bei fortgeschrittener Arthrose und starken Beschwerden kann ein künstliches Kniegelenk erforderlich sein. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität möglichst langfristig zu verbessern.
Meniskusschaden und Meniskusriss
Ein Meniskusschaden bezeichnet eine Verletzung oder degenerative Veränderung eines der beiden Menisken im Kniegelenk. Der Innen- und Außenmeniskus bestehen aus Faserknorpel und dienen als Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkel. Sie tragen zur Stabilisierung des Kniegelenks bei und verteilen die Belastung auf die Gelenkflächen. Meniskusverletzungen gehören zu den häufigsten Knieverletzungen und können in jedem Alter auftreten. Bei jüngeren Menschen entstehen Meniskusrisse häufig durch Sportverletzungen oder plötzliche Drehbewegungen des belasteten Kniegelenks. Bei älteren Menschen treten Meniskusschäden dagegen häufig durch altersbedingten Verschleiß auf und können bereits bei alltäglichen Bewegungen entstehen.
Die Symptomatik hängt von der Art und Größe des Meniskusschadens ab. Typisch sind Schmerzen im Bereich des inneren oder äußeren Gelenkspalts, die sich bei Belastung, Drehbewegungen oder beim Beugen des Knies verstärken. Zusätzlich können Schwellungen, ein Gefühl der Instabilität oder ein eingeschränkter Bewegungsumfang auftreten. Bei größeren oder ungünstig gelegenen Meniskusrissen kann es zu einer Blockierung des Kniegelenks kommen. Betroffene berichten häufig über ein Knacken oder Schnappen während bestimmter Bewegungen.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Schmerzlokalisation, Beweglichkeit und Stabilität des Kniegelenks überprüft. Spezielle Meniskustests können den Verdacht auf eine Verletzung erhärten. Röntgenaufnahmen werden vor allem durchgeführt, um knöcherne Verletzungen oder eine bestehende Arthrose auszuschließen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist besonders geeignet, um Meniskusrisse und weitere Schäden an Knorpel, Bändern oder anderen Weichteilstrukturen darzustellen.
Die Therapie richtet sich nach Art, Größe und Ursache des Meniskusschadens sowie nach Alter und Aktivitätsniveau der betroffenen Person. Bei kleinen oder degenerativen Meniskusschäden erfolgt häufig eine konservative Behandlung mit Schmerzmedikamenten, Physiotherapie und gezieltem Muskelaufbau. Bei akuten Verletzungen können eine vorübergehende Entlastung und Kühlung sinnvoll sein. Bei größeren Rissen, anhaltenden Beschwerden oder einer Blockierung des Kniegelenks kann eine arthroskopische Operation erforderlich sein. Dabei wird der Meniskus möglichst erhalten und, wenn möglich, genäht. Ist eine Naht nicht möglich, kann der beschädigte Anteil vorsichtig entfernt werden. Ziel der Behandlung ist es, die Kniegelenksfunktion zu erhalten und langfristig die Entwicklung einer Arthrose zu verhindern.
Kreuzbandruptur
Eine Kreuzbandruptur bezeichnet den vollständigen oder teilweisen Riss eines Kreuzbandes im Kniegelenk. Am häufigsten ist das vordere Kreuzband betroffen. Es hat eine wichtige Funktion für die Stabilität des Kniegelenks und verhindert unter anderem, dass der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel zu weit nach vorne gleitet. Kreuzbandverletzungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen und treten besonders bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln, Sprüngen und abruptem Abbremsen auf. Dazu zählen beispielsweise Fußball, Handball, Basketball und Skifahren. Frauen sind aufgrund anatomischer und hormoneller Faktoren häufiger von einer vorderen Kreuzbandruptur betroffen als Männer.
Typischerweise entsteht die Verletzung durch eine plötzliche Drehbewegung des Kniegelenks bei gleichzeitig fixiertem Fuß. Häufig berichten Betroffene über ein hör- oder fühlbares „Knacken“ im Knie. Kurz nach der Verletzung kommt es oft zu einer deutlichen Schwellung, die durch eine Einblutung in das Gelenk verursacht wird. Zusätzlich treten Schmerzen, eine eingeschränkte Beweglichkeit und ein Instabilitätsgefühl auf. Besonders bei Belastungen oder schnellen Bewegungen kann das Knie das Gefühl vermitteln, „wegzuknicken“. Bei einer Kreuzbandruptur können gleichzeitig Menisken, Seitenbänder oder der Gelenkknorpel verletzt sein.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Beweglichkeit und Stabilität des Kniegelenks überprüft. Spezielle Tests wie der Lachman-Test oder der vordere Schubladentest können Hinweise auf eine Verletzung des vorderen Kreuzbandes geben. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) wird häufig zur Bestätigung der Diagnose eingesetzt und ermöglicht die Beurteilung des Kreuzbandes sowie möglicher Begleitverletzungen. Röntgenaufnahmen können ergänzend durchgeführt werden, um knöcherne Verletzungen auszuschließen.
Die Therapie richtet sich nach dem Alter, dem Aktivitätsniveau, dem Ausmaß der Instabilität und möglichen Begleitverletzungen. Bei weniger aktiven Personen kann eine konservative Behandlung mit Physiotherapie, Muskelkräftigung und Koordinationstraining ausreichend sein. Bei sportlich aktiven Menschen oder ausgeprägter Instabilität wird häufig eine operative Rekonstruktion des Kreuzbandes empfohlen. Dabei wird das gerissene Band meist durch eine körpereigene Sehne ersetzt. Anschließend ist eine mehrmonatige Rehabilitation notwendig, um Beweglichkeit, Kraft und Stabilität wiederherzustellen und eine sichere Rückkehr zum Sport zu ermöglichen.
Seitenbandruptur und Teilruptur am Kniegelenk
Eine Seitenbandruptur bezeichnet einen vollständigen oder teilweisen Riss eines der beiden Seitenbänder des Kniegelenks. Man unterscheidet zwischen dem inneren Seitenband (Ligamentum collaterale mediale) und dem äußeren Seitenband (Ligamentum collaterale laterale). Das innere Seitenband ist deutlich häufiger betroffen. Seitenbandverletzungen entstehen meist durch eine seitliche Krafteinwirkung auf das Kniegelenk oder durch eine Verdrehung. Sie treten besonders häufig bei Sportarten mit Körperkontakt oder schnellen Richtungswechseln auf, beispielsweise beim Fußball, Handball oder Skifahren. Die genaue Inzidenz ist abhängig von der Sportart und dem Aktivitätsniveau, wobei Verletzungen des inneren Seitenbandes zu den häufigsten Bandverletzungen des Knies gehören.
Typische Symptome sind Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Kniegelenks, abhängig davon, welches Seitenband verletzt ist. Häufig treten unmittelbar nach dem Unfall eine Schwellung und eine Bewegungseinschränkung auf. Bei einer Teilruptur können die Schmerzen insbesondere bei Belastung und seitlichen Bewegungen auftreten. Bei einer vollständigen Ruptur besteht häufig ein deutliches Gefühl der Instabilität. Zusätzlich können Blutergüsse entstehen. Bei schwereren Verletzungen können gleichzeitig Menisken, Kreuzbänder oder der Gelenkknorpel geschädigt sein.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Schmerzlokalisation, Beweglichkeit und Stabilität des Kniegelenks überprüft. Durch spezielle Seitenbandtests wird untersucht, ob sich das Knie bei seitlicher Belastung ungewöhnlich stark öffnen lässt. Röntgenaufnahmen können durchgeführt werden, um knöcherne Verletzungen auszuschließen. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht eine genaue Beurteilung des betroffenen Seitenbandes und zeigt mögliche Begleitverletzungen an Menisken, Kreuzbändern oder Knorpel.
Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Verletzung und möglichen Begleitverletzungen. Teilrupturen und isolierte Verletzungen des inneren Seitenbandes werden meist konservativ behandelt. Dazu gehören eine zeitweise Entlastung, Schmerzmedikamente, eine Knieorthese und anschließend Physiotherapie mit gezieltem Muskel- und Koordinationstraining. Ziel ist es, die Stabilität und Beweglichkeit des Kniegelenks wiederherzustellen. Vollständige Rupturen oder komplexe Verletzungen mit zusätzlicher Schädigung anderer Bandstrukturen können eine operative Behandlung erforderlich machen. Nach der Behandlung ist eine schrittweise Rehabilitation wichtig, um die Belastbarkeit wiederherzustellen und eine erneute Verletzung zu vermeiden.
Knorpelschaden am Kniegelenk
Ein Knorpelschaden am Kniegelenk bezeichnet eine Schädigung des Gelenkknorpels, der die Knochenenden im Knie bedeckt und für eine reibungsarme Bewegung sowie eine gleichmäßige Verteilung der Belastung sorgt. Knorpelschäden können durch akute Verletzungen, beispielsweise bei Sport- oder Unfallverletzungen, oder durch langfristige Über- und Fehlbelastungen entstehen. Auch altersbedingter Verschleiß und eine zunehmende Arthrose können zu einem Abbau des Knorpels führen. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Besonders betroffen sind sportlich aktive Menschen sowie Personen mit Übergewicht, Fehlstellungen der Beinachse oder vorausgegangenen Verletzungen des Kniegelenks.
Die Symptomatik hängt von der Größe und Lage des Knorpelschadens ab. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen, die insbesondere beim Treppensteigen, Laufen, Springen oder längeren Gehen auftreten können. Zusätzlich können Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und ein Gefühl der Instabilität auftreten. Manche Betroffene berichten über Reibungs- oder Knirschgeräusche im Knie. Bei größeren Knorpelschäden können sich Beschwerden zunehmend auch in Ruhe entwickeln. Langfristig kann ein ausgeprägter Knorpelverlust die Entstehung einer Kniearthrose begünstigen.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Schmerzen, Beweglichkeit, Stabilität und mögliche Fehlstellungen des Kniegelenks beurteilt. Röntgenaufnahmen können Veränderungen der Knochen und fortgeschrittene Verschleißerscheinungen sichtbar machen. Für die Beurteilung des Gelenkknorpels ist die Magnetresonanztomographie (MRT) besonders geeignet. Sie ermöglicht außerdem die Darstellung von Menisken, Bändern und weiteren Strukturen des Kniegelenks. In bestimmten Fällen kann eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) zur genaueren Beurteilung und gleichzeitig zur Behandlung eingesetzt werden.
Die Therapie richtet sich nach Größe und Ursache des Knorpelschadens, dem Alter und dem Aktivitätsniveau der betroffenen Person. Bei kleineren Schäden erfolgt zunächst eine konservative Behandlung mit Physiotherapie, Muskelkräftigung, Gewichtsreduktion und einer Anpassung belastender Aktivitäten. Schmerzmedikamente können bei Bedarf eingesetzt werden. Bei größeren Knorpelschäden kommen operative Verfahren wie die Mikrofrakturierung, Knorpeltransplantation oder andere knorpelregenerative Verfahren infrage. Bei einem weit fortgeschrittenen Knorpelverlust und einer starken Einschränkung der Lebensqualität kann ein künstliches Kniegelenk notwendig werden. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Funktion des Kniegelenks zu verbessern und das Fortschreiten der Gelenkschädigung möglichst zu verlangsamen.
Beinachsenfehlstellung
Eine Beinachsenfehlstellung bezeichnet eine Abweichung der normalen mechanischen Achse der unteren Extremität. Dabei unterscheidet man vor allem zwischen dem X-Bein (Genu valgum), bei dem die Knie nach innen stehen, und dem O-Bein (Genu varum), bei dem die Knie nach außen ausweichen. Leichte Achsabweichungen können insbesondere im Kindesalter physiologisch sein und sich während des Wachstums von selbst korrigieren. Deutliche oder im Erwachsenenalter bestehende Fehlstellungen können dagegen zu einer ungleichmäßigen Belastung des Kniegelenks führen. Die Häufigkeit ist abhängig von Alter, Ursache und Ausprägung der Fehlstellung. Häufige Ursachen sind angeborene Veränderungen, Wachstumsstörungen, Verletzungen, Übergewicht oder degenerative Gelenkerkrankungen.
Die Beschwerden hängen vom Ausmaß und der Art der Fehlstellung ab. Viele Betroffene sind zunächst beschwerdefrei. Bei stärkeren Fehlstellungen können jedoch Schmerzen im Knie, in der Hüfte oder im Sprunggelenk auftreten. Durch die ungleichmäßige Belastung bestimmter Gelenkbereiche kann es langfristig zu einem erhöhten Verschleiß des Knorpels und zur Entwicklung einer Arthrose kommen. Zusätzlich können eine eingeschränkte Beweglichkeit, ein verändertes Gangbild und eine zunehmende Belastungsintoleranz auftreten.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer klinischen Untersuchung. Dabei werden die Beinachse, das Gangbild, die Stellung der Knie- und Sprunggelenke sowie mögliche Fehlstellungen beurteilt. Zur genauen Bestimmung der Beinachse werden Röntgenaufnahmen der gesamten unteren Extremität im Stehen angefertigt. Dabei kann die mechanische Achse vermessen und das Ausmaß der Fehlstellung bestimmt werden. Ergänzend können je nach Ursache weitere bildgebende Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) notwendig sein.
Die Therapie richtet sich nach Alter, Ursache und Schweregrad der Fehlstellung. Bei leichten und beschwerdefreien Veränderungen ist häufig keine spezielle Behandlung notwendig. Physiotherapie und gezieltes Muskeltraining können helfen, die Gelenke zu stabilisieren und Beschwerden zu reduzieren. Bei Kindern werden Fehlstellungen während des Wachstums regelmäßig kontrolliert. Bei ausgeprägten Fehlstellungen im Erwachsenenalter oder zunehmenden Beschwerden kann eine operative Korrektur erforderlich sein. Dabei wird die Knochenachse durch eine sogenannte Umstellungsosteotomie korrigiert. Ziel der Behandlung ist es, die Belastung gleichmäßiger auf das Gelenk zu verteilen, Schmerzen zu reduzieren und die Entwicklung einer Arthrose möglichst zu verhindern.
Wirbelsäule
Bandscheibenvorfall
Ein Bandscheibenvorfall entsteht, wenn der weiche Gallertkern einer Bandscheibe durch Risse im äußeren Faserring austritt und auf Nervenstrukturen drückt. Am häufigsten tritt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, seltener an der Halswirbelsäule. Bandscheibenvorfälle im Bereich der Brustwirbelsäule sind nicht selten asymptomatisch. Die Erkrankung betrifft vor allem Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Zu den Risikofaktoren zählen altersbedingter Verschleiß der Bandscheiben, körperlich schwere Arbeit, Übergewicht und Rauchen.
Die Beschwerden hängen davon ab, welche Nerven betroffen sind. Typisch sind plötzlich auftretende Rückenschmerzen, die in Arme oder Beine ausstrahlen können. Zusätzlich können Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche auftreten. Bei einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule strahlen die Schmerzen häufig über das Gesäß bis in das Bein aus. In schweren Fällen kann es zu Lähmungserscheinungen oder Störungen der Blasen- und Darmfunktion kommen. Diese Symptome stellen einen medizinischen Notfall dar und müssen sofort behandelt werden.
Die Diagnosestellung beginnt mit einer ausführlichen körperlichen und neurologischen Untersuchung. Dabei werden unter anderem Beweglichkeit, Muskelkraft, Reflexe und das Empfindungsvermögen überprüft. Zur Sicherung der Diagnose wird meist eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt. Sie zeigt die Bandscheiben sowie die Nervenstrukturen besonders genau. In bestimmten Fällen können zusätzlich eine Computertomographie (CT) oder Röntgenaufnahmen notwendig sein.
Die Behandlung erfolgt zunächst meist konservativ. Dazu gehören Schmerzmedikamente, Physiotherapie, röntgengezielte Infiltrationen und gezielte Bewegungsübungen. Häufig bessern sich die Beschwerden innerhalb einiger Wochen ohne Operation. Eine operative Behandlung wird notwendig, wenn starke Schmerzen trotz konservativer Therapie bestehen bleiben oder neurologische Ausfälle wie Muskelschwäche, Lähmungen oder Blasen- und Darmstörungen auftreten. Ziel einer Operation ist es, den Druck auf die betroffenen Nerven zu beseitigen und die Beschwerden zu lindern.
Spinalkanalstenose
Die Spinalkanalstenose ist eine häufige degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, bei der es zu einer Einengung des Wirbelkanals kommt. Dadurch werden das Rückenmark oder die austretenden Nervenwurzeln komprimiert, was zu charakteristischen Beschwerden führt. Am häufigsten ist die Lendenwirbelsäule betroffen, seltener die Halswirbelsäule. Die Erkrankung tritt überwiegend bei Menschen über 60 Jahren auf und stellt eine häufige Ursache für Rückenschmerzen und Einschränkungen der Gehfähigkeit im höheren Lebensalter dar. Mit zunehmendem Alter steigt die Inzidenz deutlich an, da degenerative Veränderungen wie Bandscheibenverschleiß, Facettengelenksarthrose und Verdickungen der Bänder die Entstehung einer Spinalkanalstenose begünstigen.
Leitsymptom der lumbalen Spinalkanalstenose ist die sogenannte Claudicatio spinalis. Betroffene klagen über belastungsabhängige Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Beinen sowie eine eingeschränkte Gehstrecke. Die Beschwerden bessern sich häufig beim Sitzen oder Vorbeugen des Oberkörpers. Auch Radfahren ist häufig deutlich besser möglich als längeres Gehen. Bei einer zervikalen Spinalkanalstenose können zusätzlich Gangunsicherheit, Störung der Feinmotorik der Hände als Zeichen einer Rückenmarkskompression auftreten.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer klinisch-neurologischen Untersuchung. Bildgebende Verfahren dienen der Sicherung der Diagnose. Die Magnetresonanztomographie (MRT) gilt als Goldstandard, da sie sowohl die knöchernen Strukturen als auch Nerven, Bandscheiben und Weichteile detailliert darstellt. Ergänzend können Röntgenaufnahmen oder eine Computertomographie (CT) sinnvoll sein.
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden. Zunächst erfolgt in der Regel eine konservative Behandlung mit Physiotherapie, gezieltem Muskelaufbau, Schmerzmedikation und gegebenenfalls röntgengezielten Infiltrationen. Ziel ist die Verbesserung der Mobilität und die Linderung der Symptome. Bei anhaltenden starken Beschwerden, neurologischen Ausfällen oder einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität und Gehstrecke kann eine operative Dekompression erforderlich sein. Dabei wird der eingeengte Spinalkanal erweitert, um den Druck auf die Nervenstrukturen zu reduzieren.
Abnützungserscheinungen (Osteochondrose, Facettengelenksarthrose)
Die Osteochondrose und die Facettengelenksarthrose sind häufige degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule. Bei der Osteochondrose kommt es zu einem Verschleiß der Bandscheiben und der angrenzenden Wirbelkörper. Die Facettengelenksarthrose beschreibt den Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke. Beide Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf und stellen eine der häufigsten Ursachen für chronische Rückenschmerzen dar. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit deutlich an. Begünstigende Faktoren sind, neben der genetische Prädisposition unter anderem langjährige Fehlbelastungen, Übergewicht, Bewegungsmangel sowie schwere körperliche Arbeit.
Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend. Typisch sind belastungsabhängige Rückenschmerzen, die sich bei längerem Stehen, Gehen oder bestimmten Bewegungen verstärken und in Ruhe häufig nachlassen. Zusätzlich können Bewegungseinschränkungen, Muskelverspannungen und eine Morgensteifigkeit auftreten. Bei einer ausgeprägten Osteochondrose können knöcherne Veränderungen oder Bandscheibenverschleiß zu einer Reizung oder Einengung von Nerven führen. Dadurch können Schmerzen auch in Arme oder Beine ausstrahlen und es kann zu Kribbelgefühl und Gefühlsstörungen kommen.
Die Diagnosestellung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Beweglichkeit der Wirbelsäule, die Schmerzlokalisation sowie mögliche neurologische Auffälligkeiten beurteilt. Röntgenaufnahmen zeigen typische Verschleißerscheinungen wie eine Verminderung der Bandscheibenhöhe, knöcherne Anbauten oder Veränderungen der Facettengelenke. Ergänzend kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) sinnvoll sein, um Bandscheiben, Nervenstrukturen und Weichteile genauer darzustellen.
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören Physiotherapie, gezielte Kräftigungs- und Mobilisationsübungen, regelmäßige körperliche Aktivität sowie eine bedarfsgerechte Schmerzmedikation. Ergänzend können Wärmebehandlungen oder Infiltrationen der Facettengelenke eingesetzt werden. Operative Eingriffe kommen vor allem dann infrage, wenn ausgeprägte neurologische Beschwerden oder eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität bestehen und konservative Behandlungen nicht zu einer Verbesserung der Symptomatik geführt haben.
Wirbelgleiten
Das Wirbelgleiten, auch Spondylolisthesis genannt, bezeichnet das Verschieben eines Wirbelkörpers gegenüber dem darunterliegenden Wirbel. Am häufigsten ist die Lendenwirbelsäule betroffen, insbesondere der Übergang zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel (L4/L5) oder zwischen dem fünften Lendenwirbel und dem Kreuzbein (L5/S1). Man unterscheidet angeborene, verschleißbedingte, traumatische und durch einen Defekt des Wirbelbogens verursachte Formen. Das degenerative Wirbelgleiten tritt überwiegend bei Menschen über 50 Jahren auf und betrifft Frauen häufiger als Männer. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter aufgrund von Verschleißerscheinungen der Bandscheiben und Facettengelenke zu.
Viele Betroffene haben zunächst keine Beschwerden. Treten Symptome auf, stehen belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule im Vordergrund. Die Schmerzen können in Gesäß oder Beine ausstrahlen und nehmen häufig beim längeren Stehen oder Gehen zu. Zusätzlich können Muskelverspannungen, Bewegungseinschränkungen und ein Gefühl der Instabilität im Rücken auftreten. Werden Nervenwurzeln durch das Wirbelgleiten eingeengt, können Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche in den Beinen entstehen. In schweren Fällen kann es zu einer Spinalkanalstenose mit einer deutlichen Einschränkung der Gehstrecke kommen.
Die Diagnosestellung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Beweglichkeit der Wirbelsäule, die Muskelkraft, Reflexe und das Empfindungsvermögen überprüft. Die Diagnose wird durch Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule gesichert, auf denen das Ausmaß des Wirbelgleitens sichtbar wird. Ergänzend können eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden, um Bandscheiben, Nervenstrukturen und knöcherne Veränderungen genauer zu beurteilen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden. In den meisten Fällen erfolgt zunächst eine konservative Therapie mit Physiotherapie, Kräftigungsübungen für die Rumpfmuskulatur, Schmerzmedikamenten und einer Anpassung belastender Aktivitäten. Ziel ist es, die Stabilität der Wirbelsäule zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn starke oder anhaltende Beschwerden, neurologische Ausfälle oder eine deutliche Instabilität der Wirbelsäule vorliegen. Dabei werden die betroffenen Wirbel meist stabilisiert und gegebenenfalls eingeengte Nerven entlastet.
Skoliose
Die Skoliose ist eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule, bei der neben einer seitlichen Abweichung auch eine Verdrehung der Wirbelkörper auftritt. Sie kann angeboren sein oder sich im Laufe des Wachstums entwickeln. Die häufigste Form ist die idiopathische Skoliose, deren Ursache nicht eindeutig geklärt ist und die überwiegend im Kindes- und Jugendalter auftritt. Mädchen sind deutlich häufiger betroffen als Jungen, insbesondere bei stärker ausgeprägten Krümmungen. Insgesamt tritt eine Skoliose bei etwa 2–3 % der Kinder und Jugendlichen auf, wobei die meisten Verkrümmungen nur leicht ausgeprägt sind.
Leichte Formen verursachen häufig keine Beschwerden und werden oft zufällig entdeckt. Mit zunehmender Ausprägung können ein Schulter- oder Beckenhochstand, eine asymmetrische Taille sowie ein Rippenbuckel auffallen. Betroffene klagen über Rückenschmerzen, Muskelverspannungen oder eine verminderte Belastbarkeit. Stärkere Wirbelsäulenverkrümmungen können die Beweglichkeit einschränken und in seltenen Fällen die Funktion von Herz und Lunge beeinträchtigen. Bei Erwachsenen entstehen Beschwerden häufig durch zusätzliche Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule.
Die Diagnostik beginnt mit einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Haltung, Wirbelsäulenverlauf und mögliche Asymmetrien beurteilt. Ein wichtiger Bestandteil ist der Vorbeugetest nach Adams, bei dem ein Rippenbuckel oder eine Lendenwulst sichtbar werden kann. Zur Sicherung der Diagnose werden Röntgenaufnahmen der gesamten Wirbelsäule angefertigt. Mithilfe des Cobb-Winkels wird das Ausmaß der Krümmung bestimmt und der Verlauf kontrolliert. Ergänzende Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) sind nur bei besonderen Fragestellungen oder Verdacht auf andere Ursachen erforderlich.
Die Behandlung richtet sich nach dem Alter der Betroffenen, dem Ausmaß der Krümmung und dem Fortschreiten der Erkrankung. Leichte Skoliosen werden regelmäßig kontrolliert und mit physiotherapeutischen Übungen behandelt, um die Muskulatur zu kräftigen und die Haltung zu verbessern. Bei mittelgradigen Verkrümmungen während des Wachstums kann das Tragen eines Korsetts notwendig sein, um ein Fortschreiten der Skoliose zu verhindern. Eine operative Korrektur wird bei schweren oder rasch fortschreitenden Krümmungen in Betracht gezogen. Hier können je nach Zeitpunkt der Indikationsstellung Wachstumslenkende Eingriffe oder versteifende Verfahren zur Anwendung kommen. Ziel der Behandlung ist es, die Wirbelsäule zu stabilisieren, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.
Kyphose
Die Kyphose bezeichnet eine verstärkte nach hinten gerichtete Krümmung der Brustwirbelsäule. Eine leichte Kyphose ist physiologisch und Teil der normalen Wirbelsäulenform. Von einer krankhaften Kyphose spricht man, wenn die Krümmung deutlich über das normale Maß hinausgeht und Beschwerden verursacht. Die Erkrankung kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Häufige Ursachen sind Haltungsfehler, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, Osteoporose oder die Scheuermann-Krankheit, die vor allem Jugendliche während des Wachstums betrifft. Im höheren Lebensalter nimmt die Häufigkeit einer Kyphose aufgrund von Verschleißerscheinungen und osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen deutlich zu.
Die Beschwerden hängen von der Ursache und dem Ausmaß der Krümmung ab. Leichte Formen bleiben häufig symptomlos oder führen lediglich zu einer auffälligen Rundrückenhaltung. Mit zunehmender Ausprägung treten Rückenschmerzen, Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen auf. Viele Betroffene berichten über eine verminderte Belastbarkeit sowie eine schnelle Ermüdung der Rückenmuskulatur. Bei stark ausgeprägten Kyphosen kann die Beweglichkeit des Brustkorbs eingeschränkt sein, wodurch die Atmung beeinträchtigt wird. In seltenen Fällen können durch die Fehlstellung auch Nervenstrukturen gereizt werden, was zu neurologischen Beschwerden führt.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Körperhaltung, Beweglichkeit der Wirbelsäule und mögliche Fehlstellungen beurteilt. Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule dienen zur Bestimmung des Krümmungswinkels und zur Beurteilung möglicher knöcherner Veränderungen. Bei Verdacht auf Nervenbeteiligung oder andere Erkrankungen können ergänzend eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Kyphose. In den meisten Fällen erfolgt zunächst eine konservative Therapie mit Physiotherapie, gezielten Kräftigungs- und Dehnübungen sowie Haltungsschulung. Ergänzend können Schmerzmedikamente oder physikalische Maßnahmen wie Wärmeanwendungen eingesetzt werden. Bei Jugendlichen mit einer fortschreitenden Kyphose kann vorübergehend eine Korsettbehandlung erforderlich sein. Liegen schwere Fehlstellungen, anhaltende Schmerzen oder neurologische Ausfälle vor, kann eine operative Korrektur und Stabilisierung der Wirbelsäule notwendig werden. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, die Körperhaltung zu verbessern und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.
Wirbelbruch
Ein Wirbelbruch, auch Wirbelfraktur genannt, bezeichnet den Bruch eines oder mehrerer Wirbelkörper. Die Verletzung kann durch starke äußere Gewalteinwirkung, beispielsweise bei Verkehrs- oder Sportunfällen, entstehen oder als Folge einer Osteoporose auftreten. Besonders ältere Menschen sind von osteoporotischen Wirbelbrüchen betroffen, da die verminderte Knochendichte die Stabilität der Wirbelkörper herabsetzt. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit deutlich an. Am häufigsten sind die Brust- und Lendenwirbelsäule betroffen.
Die Beschwerden hängen von der Art und dem Ausmaß der Fraktur ab. Typisch sind plötzlich einsetzende, starke Rückenschmerzen, die sich bei Bewegung verstärken. Zusätzlich können Druckschmerzen, Muskelverspannungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit auftreten. Bei stabilen Wirbelbrüchen bleiben neurologische Ausfälle meist aus. Sind jedoch Nervenwurzeln oder das Rückenmark betroffen, können Taubheitsgefühle, Kribbeln, Muskelschwäche oder Lähmungserscheinungen auftreten. In schweren Fällen kann es zu Störungen der Blasen- und Darmfunktion kommen. Diese Symptome stellen einen medizinischen Notfall dar und erfordern eine sofortige Behandlung.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden die Schmerzlokalisation, die Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie mögliche neurologische Auffälligkeiten beurteilt. Zur Sicherung der Diagnose werden Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule angefertigt. Eine Computertomographie (CT) liefert detaillierte Informationen über den Frakturverlauf und die Stabilität des Wirbels. Besteht der Verdacht auf eine Verletzung des Rückenmarks oder der Bänder, wird zusätzlich eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt. Bei älteren Patientinnen und Patienten sollte zudem eine Abklärung auf Osteoporose erfolgen.
Die Behandlung richtet sich nach der Stabilität der Fraktur und dem Vorliegen neurologischer Ausfälle. Stabile Wirbelbrüche werden häufig konservativ mit Schmerzmedikamenten, einer kurzzeitigen Ruhigstellung, gegebenenfalls einer Orthese sowie frühfunktioneller Physiotherapie behandelt. Ziel ist eine rasche Mobilisation und die Wiederherstellung der Belastbarkeit. Instabile Frakturen oder Verletzungen mit neurologischen Defiziten erfordern eine operative Versorgung. Dabei werden die betroffenen Wirbel stabilisiert und, falls notwendig, eingeengte Nervenstrukturen entlastet. Eine frühzeitige Therapie verbessert die Heilungschancen und hilft, Folgeschäden zu vermeiden.
Lumbago (Hexenschuss)
Die Lumbago, umgangssprachlich auch Hexenschuss genannt, bezeichnet plötzlich auftretende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Sie zählt zu den häufigsten Ursachen für akute Rückenschmerzen und betrifft Menschen aller Altersgruppen, tritt jedoch besonders häufig zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr auf. Fast jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens mindestens einmal eine Episode von akuten Kreuzschmerzen. Auslöser sind häufig ungünstige Bewegungen, das Heben schwerer Lasten, Muskelverspannungen oder degenerative Veränderungen der Wirbelsäule. In den meisten Fällen liegt keine schwerwiegende strukturelle Schädigung vor.
Charakteristisch für einen Hexenschuss sind plötzlich einsetzende, starke Schmerzen im unteren Rücken, die häufig nach einer Drehbewegung oder dem Anheben eines Gegenstandes auftreten. Die Schmerzen können so intensiv sein, dass jede Bewegung erschwert wird und Betroffene eine Schonhaltung einnehmen. Oft besteht eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule sowie eine erhöhte Spannung der Rückenmuskulatur. Im Gegensatz zu einem Bandscheibenvorfall strahlen die Schmerzen meist nicht in das Bein aus und neurologische Ausfälle wie Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche fehlen in der Regel.
Die Diagnostik erfolgt zunächst durch eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Dabei wird geprüft, ob Hinweise auf ernsthafte Ursachen wie einen Bandscheibenvorfall, einen Wirbelbruch oder entzündliche Erkrankungen vorliegen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sind bei einem unkomplizierten Hexenschuss meist nicht erforderlich. Sie werden nur eingesetzt, wenn Warnzeichen wie neurologische Ausfälle, Fieber, Unfallverletzungen oder anhaltende Beschwerden bestehen.
Die Behandlung erfolgt überwiegend konservativ. Ziel ist eine rasche Schmerzlinderung und die Wiederherstellung der Beweglichkeit. Empfohlen werden eine frühzeitige Mobilisation, leichte körperliche Aktivität und das Vermeiden längerer Bettruhe. Schmerzmedikamente können die Beschwerden lindern und die Beweglichkeit verbessern. Ergänzend kommen Wärmebehandlungen, manualmedizinische Behandlungen, Physiotherapie und gezielte Übungen zur Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskulatur zum Einsatz. Die Prognose ist in den meisten Fällen sehr gut. Die Beschwerden bessern sich häufig innerhalb weniger Tage bis Wochen vollständig, wobei regelmäßige Bewegung und rückengerechtes Verhalten Rückfällen vorbeugen können.
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